Pressezitate über Bernd Surholt

Pressezitate über Bernd Surholt

 

Helene in Szene Alles andere als eine langweilige Geschichte

Leine-Deister-Zeitung

Die Frage nach dem Sinn des Lebens

Rudolf Höhn und Bernd Surholt haben Tschechows Erzählung „Eine langweilige Geschichte" für die Bühne eingerichtet.

 Ein ganz und gar außerordentliches, faszinierendes Werk, das an stiller, trauriger Merkwürdigkeit in aller Literatur nicht seinesgleichen hat", ist in szenischer Umsetzung von Bernd Surholt auf die Bühne der Gronauer Lichtspiele gebracht worden. Der Schauspieler und Theatermacher Surholt hat mit seinem eindrucksvollen Spiel nicht nur den lobenden Worten, die der alternde Nobelpreisträger Thomas Mann für Tschechows Novelle Eine langweilige Geschichte" gefunden hat, Recht gegeben.
Mit seiner Inszenierung der melancholisch-humorvollen Lebensschau des lebenssatten Medizinprofessors Nikolai Stepanowitsch hat er dieser merkwürdigen Geschichte eine ganz eigene, faszinierende Facette hinzugefügt. Der Schauspieler besitzt die von Tschechow vom Literaten geforderte Fähigkeit, die Figuren zu beleuchten und ihre Sprache zu sprechen". Die Mittel, die er dazu einsetzen muss, sind so spärlich wie die Requisiten. Mehr als einen mit weißen Laken überzogenen Tisch, der im Lauf des Abends mal als Bett, mal als Tisch dient, ein Kopfkissen, ein Kästchen, einen Stuhl und eine Zeitung braucht es nicht, um den Zuschauer in den Professorenhaushalt, die Universität, das Sommerhaus oder ein Hotelzimmer in Charkow zu entführen. Surholt nimmt das Publikum mit auf Stepanowitschs täglichen Weg zur Universität. In jedem Winkel stecken Erinnerungen, aber das Negative hat alles Positive längst überdeckt. Mehr lesen…

Das baufällige Tor der Universität ist nur ein Symbol für diesen inneren und äußeren Verfall. Auch die marode Universität ist nicht der einzige aktuelle Bezug. Die Kritik des Professors macht vor einem sich selbst genügenden wissenschaftlichen Betrieb nicht halt. Der Prorektor ist für ihn ein wissenschaftlicher Hohlkopf", außerhalb seines Fachbereiches naiv wie ein Kind. Überhaupt stören den Bilanzierenden, der den eigenen Ruhm im Alter in Frage stellt, der fanatische Glaube an die Wissenschaft, die Autoritätshörigkeit der Kollegen und ihre Denkfaulheit. Das Urteil ist verächtlich: ein Knecht".

Doch trotz der Geringschätzung, mit der der alternde Held auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, der eigenen Berühmtheit und seinen Bewunderern begegnet, weil er nämlich gewahr wird, dass seinem Leben, mit all seinen Verdiensten, das geistige Zentrum, eine allgemeine Idee gefehlt hat, dass es im Grunde ein sinnloses Leben, das Leben eines Verzweifelten war", kommt es ihm doch darauf an, das Finale nicht zu verderben".

Vom Glauben an die eigene Größe ist er abgefallen. aber der Professor will doch würdevoll sterben, bevor sein Name in goldenen Lettern auf einem Grabstein steht. Tatsächlich ist das Lamentieren und Lästern des Ich-bezogenen Alten, das Bernd Surholt mit großer Intensität darstellt, voll bissigem Witz, aber wenig würdevoll. Überall sieht er den Tod nahen, ist mehr als einmal überzeugt, seine Stunde sei gekommen. Aber auch in einer Sperlingsnacht", einer unheilvollen Nacht mit Blitz, Donner und Sturm, bleibt seine Todesahnung ein Fehlalarm. Der Professor ist müde. Von der Schlaflosigkeit, die sich leitmotivisch durch das Stück zieht, wir der nicht erlöst. um so bedrückender erscheint da die Gleichgültigkeit, mit der Stepanowitsch das Leben an sich vorbei ziehen lässt. Gleichgültigkeit", räsoniert der Alte, ist eine Lähmung der Seele, ihr vorzeitiger Tod".

Dieser 62-Jährige, den Bernd Surholt bis zuletzt überzeugend darstellt, hat sein Leben dem Glauben an falsche Götter geopfert. Zeitlebens ist ihm nicht gelungen, dass der gewöhnliche Mensch geliebt wird, nicht der Name". Die Einsicht ist bitter: Es fehlt eine Idee. ich bin besiegt, ich bin am Ende."

Die Frage nach dem Sinn des Lebens bleibt nach gut 80 Minuten Spielzeit offen. Während dieser Vorstellung jedoch hat Bernd Surholt zwei Maxime des Medizinprofessors Stepanowitsch verinnerlicht. Man muss absolut präsent sein", wenn man Vorlesungen hält, lautet die eine. Und Surholt ist absolut präsent, wenngleich in den Gronauer Lichtspielen weniger Augen auf ihn gerichtet sind als auf den Helden seiner szenischen Bearbeitung, dem 300 Augenpaare ins Gesicht sehen. Ich bemühe mich, dass meine Lesung literarische Qualität hat. Lässt die Aufmerksamkeit nach, muss man etwa dagegen unternehmen", heißt die zweite Maxime. Doch in die Verlegenheit, etwas gegen nachlassende Aufmerksamkeit unternehmen zu müssen, kommt Surholt zu keiner Zeit. Gebannt folgt das Publikum jeder Minute seiner Inszenierung. So blieb auch der Titel dieser Bühnenadaption kein leeres Versprechen. Zu sehen war Alles andere als eine langweilige Geschichte".

 

Ruhr Nachrichten

Verbitterter begeistert

Solostück um mürrischen Medizinprofessor/Viel Applaus für Bernd Surholt.

 Die Bühne ist dunkel. Das Licht im Olfonium geht an. Ein Mann liegt in langer Unterhose und langärmeligem Unterhemd aus Gründerzeiten im Bett und schläft. Er hat dem Publikum den Rücken zugewandt.
Der Hahn kräht und langsam kommt Leben in den weiß gekleideten Körper. Er räkelt und streckt sich und gähnt ausgiebig. Der ehrenwerte Medizinprofessor Nikolai Stepanowitsch in Gestalt von Bernd Surholt erwacht. Eine langweilige Geschichte" von Anton Tschechow soll erzählt werden. Es wird ein Monolog eines verbitterten, mürrischen Menschen mit Todeserwartung, Schlaflosigkeit und Langeweile. Jammern auf hohem Niveau" könnte man auch sagen, denn der Professor hat alles, was es braucht zum Leben. Doch es ödet ihn an, langweilt ihn. Sarkastisch reflektiert er seine Bekanntheit und Auszeichnungen, sein Ansehen in der Gesellschaft. Mehr lesen…

Er karikiert Ehefrau, Tochter, den ungeliebten zukünftigen Schwiegersohn, Studenten, Kollegen und jeden in seinem Lebensumkreis. Er verabscheut die Kriecher und Speichellecker. Ich will, das nicht mein Name geliebt wird, sondern der Mensch", fleht er beinahe. Nur eine findet Gnade vor seinen mürrischen Launen: Ziehtochter Katja, zu der er sich immer wieder hingezogen fühlt. Man redet schon über dich", wirft ihm die Ehefrau vor, doch was kümmert es ihn. Mir ist alles egal", grummelt er in sich hinein.

Einst hielt er Vorlesungen mit Leidenschaft, war nicht mehr im Redefluss zu stoppen. Jetzt sieht er das Auditorium nur noch als vielköpfige Hydra", die immer neu interessiert werden muss, deren Aufmerksamkeit immer weder geweckt werden muss. Alles ist so lästig. Er findet sich in Gesellschaft mit Freunden wieder und lästert über alles und jeden. Auch das ist für ihn unerträglich. Bernd Surholt spielt mit viel Intensität.

Er schlüpft in die Rolle des verbitterten Professors und macht dessen Lustlosigkeit, Verdrossenheit und Gleichgültigkeit spürbar. Nur ganz wenige Requisiten genügen, um das Stück zu spielen. Und doch erscheint vor dem inneren Auge das ganze Spektrum eines Professorenhausstandes mit Familie und Angestellten. 90 Minuten fesselte Surholt mit seinem Soloprogramm. Eine große Leistung, die viel Applaus erhielt.

 

Cellische Zeitung

Innere Qual und mürrische Melancholie

Bernd Surholt im Café „nebenan".

 Ein Mann, ein Bett, ein Kikeriki - in weißem Minimalismus beginnt das Ein-Mann-Theaterstück Alles andere als eine langweilige Geschichte oder: ich würde gerne sehen, wie dieser Stockfisch mit seiner Frau schläft" nach einer Erzählung des russischen Arztes, Schriftstellers und Dramatikers Anton Tschechow.
Bernd Surholt juckt sich am Allerwertesten, den er im Kulturcafé nebenan" den zahlreich erschienenen Zuschauern zuwendet, und mit dem ersten Hahnenschrei quält er sich in den neuen Tag: der hochgelehrte, aber tief verbitterte Medizinprofessor Nikolai Stepanowitsch, den das Leben ebenso ein Graus geworden ist wie er sich selbst. Alt ist er, leidet an Schlaflosigkeit, Todeserwartung, Überdruss und Langeweile. Derart müde und grimmig reflektiert er mit scharfem Blick und beißendem Sarkasmus über Alter, Jugend, Ehe, Beruf und der Sehnsucht nach dem wahren Leben": So glänzend und schön mein Name ist, so trübselig und hässlich bin ich selbst, 62 Jahre, mit kahlem Kopf und falschen Zähnen und einem unheilbaren Gesichtszucken, meinem Tic". Mehr lesen…

In 80 monologischen Minuten ohne Pause gelingt Surholt eine eindrucksvolle szenische Umsetzung (Regie: Rudolf Höhn) der 1889 von Tschechow verfassten tragisch-komischen Lebensbilanz eines den Sinn seines Lebens verlorenen mürrischen alten Mannes. In einer sehr dichten, äußerst intimen Atmosphäre entwickelt Surholt ein mitreißendes Wechselspiel von Melancholie und Ironie mit dem tschechow-eigenen diagnostischen Blick auf das weite Land der Seele. Mit großer schauspielerischer Intensität wird er innere Monolog des Stepanowitsch und das Hineinschlüpfen in die Rollen der ihn umgebenden Personen kurzweilig und virtuos auf die Bühne gebracht. Der Zuschauer mag sich dem Sog dieser ausweglosen inneren Qual kaum entziehen. Einst hielt der Medizinprofessor Vorlesungen mit Leidenschaft. Jetzt sieht der Verbitterte Schatten seines Erfolgs, das Auditorium nur noch als vielköpfige Hydra", die bekämpft werden muss. Thomas Mann urteilte über das Stück: …ein ganz und gar außerordentliches, faszinierendes Werk, das an stiller, trauriger Merkwürdigkeit nicht seines Gleichen hat." Surholt versteht diese emotionalen Abgründe mit nur wenigen Requisiten, die Beklemmung ganz nah an die Gäste heranzutragen. Sein körperlicher, konzentrierter Einsatz wurde mit viel Beifall honoriert.

 

Helene in Szene Helene in Szene

Schaumburger Zeitung

Einprägsame Reime und eine Prise Brutalität

Feinsinnige Ironie mit scharfzüngigem Witz.

 Surholt rezitiert „seinen“ Busch nicht einfach nur, sondern zeigt beim heiligem Antonius von Padua, der frommen Helene und dem verkannten Dichter Balduin Bählamm mimisch und gestenreich eine Präsenz, die ihresgleichen sucht. Mit vollem Körpereinsatz kitzelt der versierte Schauspieler mit schmalzig gegeltem und korrekt mittelgescheiteltem Haupthaar noch die kleinste Pointe aus Buschs Geschichten heraus und hält die Zuschauer mit seiner energiegeladenen Interpretation gefangen.
Jede Zeile ein Treffer, unglaublich variationsreicher Sprachmodus, perfekt ausgefeilte Gestik - so muss Busch zelebriert werden.
„Ein fantastischer Abend“, so das Fazit vieler Zuschauer. Bernd Surholt wird im nächsten
Jahr erneut in Hessisch-Oldendorf gastieren. Dann widmet er sich einem großen Schriftsteller
der russischen Literatur – Anton Tschechow.

 

Wolfsburger Allgemeine Zeitung

Ein szenisches Meisterwerk

Bernd Surholt trug Wilhelm-Busch-Geschichten im Schloss Fallersleben vor.

 Einen vergnüglichen Abend bescherte Bernd Surholt den Besuchern im Schloss Fallersleben. Die Veranstaltung war ein großartiger Erfolg, dank der intensiven Spielweise des Schauspielers. Mit vollem Körpereinsatz und ganzer Hingabe, so spannend, dass es so ruhig noch eine Weile hätte weitergehen können. Kaum zu fassen, wie ein einzelner Mann derartig viel Energie versprühen kann. Die eineinhalb Stunden vergingen wie im Flug. Surholt hielt vollendet, was der Titel versprach, nämlich „in Szene“ zu setzen. Jede Zeile war von darstellendem Spiel begleitet... Das Publikum amüsierte sich köstlich über den Vortrag, der nur in Form der zurückgegelten Haare pomadig war, und belohnte den Künstler mit lang anhaltendem Applaus.

 

Tagesanzeiger Holzminden

Wilhelm Busch goes theatre

Eine vergnügliche „Helene in Szene“ in der Holzminder Stadthalle

 Gar nicht geirrt hatten die Zuschauer im Foyer der Holzmindener Stadthalle, als sie Bernd Surholts Wilhelm-Busch-Theaterreise „Helene in Szene“ besuchten. Scharfzüngig, humorvoll und geistreich kreierte er zu Buschs Doppelbegabung als Dichter und Zeichner die dritte Kunstform: Busch als Theaterautor. Aus drei Zeichengeschichten, im Prinzip Comics des 19. Jahrhunderts, eliminiert er alle
Texte in Verbindung mit Streichen und spielt mit viel Witz und Ironie die feinsinnigen und einfühlsamen
Szenen zwischenmenschlicher Begegnungen aller Art. Es gelingt ihm, den Zeichnungen Wilhelm Buschs ein Theatergesicht zu verleihen. Ein fulminanter Start des Kulturvereins in die neue Saison.

 

Sächsische Zeitung Dresden

Die fromme Helene wird im Schloss lebendig

Schauspieler Bernd Surholt lebt die einzigartigen Figuren Wilhelm Buschs aus

 Das gibt`s doch nicht: Selbst Wilhelm Busch als Schöpfer der einzigartig frommen Helene hatte Bilder gebraucht um seine ironisch-kapriziösen Erzählungen vor die Augen seiner geneigten Leserschaft zu bringen. Keine Dekoration, kein Pianist am Flügel, was da in minimalistischer Form dargeboten wurde, hat man so noch nicht gesehen. Die Besucher des Barocksaals reagierten mit begeistertem Beifall Mit „Helene in Szene“ ist es Surholt gelungen, die Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute in seinen Bann zu ziehen.

 

Floersheimer Zeitung

Busch-Charaktere zum Leben erweckt

Schauspieler Bernd Surholts eindrucksvolles Szenenspiel im Mainturm

 Der Abend entpuppte sich als eine höchst humorvoll-hintergründige Begegnung mit dem Karikatu-
risten und Dichter Wilhelm Busch, seinen ironisch überzogenen Figuren und den gesellschaftskritischen Versen. Herzhafte Lacher kamen spontan, wenn der begnadete Busch-Rezitator sozialkritische Be-
trachtungen über Frömmigkeit und bürgerliche Moral mit Kniefällen, verzerrtem Gesicht und zum Himmel gestreckten Gesten unterstrich. Diese „Wilhelm-Busch-Theaterreise“ war von ganz besonde-
rem Flair gekennzeichnet, einer Symbiose von Autor und Darsteller, bei der einer nicht ohne den anderen hätte so zur Geltung kommen können.

 

Braunschweiger Zeitung

Ein Mann, eine Bühne, ein Stuhl

Bernd Surholt überzeugt beim Lesesommer

 Ein Mann, eine Bühne, ein Stuhl – sonst nichts. Was auf dem ersten Blick dem Betrachter vielleicht eintönig erscheinen mochte, entpuppt sich als brillante One-Man-Show. Theatermacher und Schau-
spieler Bernd Surholt geriet nicht nur wegen der hohen Temperaturen sondern besonders wegen seines Körpereinsatzes bei seiner Darbietung ins Schwitzen. Er hauchte den Versen Buschs Leben ein.
Der hohe Kragen und die enge Weste machten aus dem großen, schlaksig wirkenden Surholt eine Mischung aus Loriot und Lehrer Lämpel. Das Publikum honorierte im ausverkauften Schulmuseum die Darbietung mit lang anhaltendem Applaus.

 

Badische Neue Nachrichten

Vom Satirischen ins Groteske

 Bernd Surholt, der mit seinem Programm das neue Semester der VHS Ettlingen eröffnete, lieferte einen kongenialen Vortrag der Langgedichte „Der heilige Antonius“, „Die fromme Helene“ und „Balduin Bählamm“, aber auch ein „amüsantes und nachdenkliches Kontrastprogramm“ zum Schillerjahr. Er übertrug den handlungsreichen Text immer wieder ins Schauspiel, doch bestand Surholts Auftritt in mehr als dem bloßen Darstellen anschaulicher Verse, vielmehr leistete er zugleich eine überzeugende Interpretation. Er durchschaute klar die Ambivalenz bürgerlicher Moralfassade und unterdrückter Triebsphäre, die sich hinter glatten Rhythmen und saloppen Versen verbarg; und ebenso deutlich führte er diese Doppeldeutigkeit dem Publikum vor.

 

Hessische/Niedersächsische Allgemeine

Mann, Stuhl und Bühne

Theatermacher Bernd Surholt spielt Wilhelm-Busch-Geschichten im Welfenschloss

 Ein Mann, ein Stuhl. Mehr erfasste der Lichtkegel nicht. Und trotzdem schienen der Heilige Antonius, die fromme Helene und der verhinderte Dichter Balduin Bählamm leiblich auf der Bühne zu stehen. Mit Stimme, Mimik und Gestiksprang Surholt von einer Rolle in die andere. Kindheitserinnerungen an Buschs Bildergeschichten vervollständigten das Spiel des Ein-Mann-Theaters. Als Erwachsener merkte man wieder einmal deutlich, dass die Zeit nicht nur im Sauseschritt, sondern auch spurlos an der satirisch-kritischen Weltbetrachtung des Dichters vorübergegangen ist. Viel Theater mit Busch, wofür das Publikum amüsiert Beifall spendete.

 

Neue Osnabrücker Zeitung

Ein Vergnügen an zeitkritischen Busch-Versen

 Kleinkunst vom Feinsten genossen die Zuschauer im Haus Herwerth. Ihr Fazit: Buschs oft bitter-
böse, ironische, bereits mehr als 100 Jahre alte Weltbetrachtung und Skizzierung der Gesellschaft ist mit dem hintergründigen Humor aktuell wie ehedem. Bernd Surholt deklamiert 70 Seiten Manuskript mit treffsicherer Stimmenmodulation und Gestik. Der Theatermacher stolzierte, schritt und eilte über
die minimalistische Bühne, die Fliesen im Haus Herwerth. Das Publikum applaudierte vergnügt, denn die feinsinnigen Beobachtungen Buschs amüsieren auch 98 Jahre nach seinem Tod.

 

Rotenburger Nachrichten

Die Zeit verging im Sauseschritt

Surholt präsentierte Busch-Storys

 Spätestens nach der dritten Szene und dem „Amen“ des heilige Antonius, wurden auch die hart-
gesottensten Gemüter mitgerissen. Surholt stolzierte, schlich und schritt über die Bühne, war perma-
nent in Bewegung und präsentierte die herrlichen menschlichen Schwächen. Problemlos entstanden
die Bilder des bekannten Autors vor dem geistigen Auge des Zuschauers. Doppelmoral und Schein-
heiligkeit der Figuren brachte Surholt mit Wortwitz und facettenreichem Sprachspiel auf den Punkt. „Eins, zwei, drei im Sauseschritt, läuft die Zeit, wir laufen mit“. Nach dem Busch-Motto vergingen
auch die 90 Minuten wie im Flug.

 

Schwäbische Zeitung

„Ach, wie ist der Mensch so sündig…“

Wilhelm-Busch-Theaterreise“ im Bodenseekreis

 „Ach, wie ist der Mensch so sündig…“ zusammen mit Spectrum Kultur hat die Stadtbücherei den Schauspieler und Theatermacher Bernd Surholt auch nach Tettnang eingeladen. Wieder ist kein Platz frei geblieben. Büchereileiterin Cosima Kehle besitzt ein natürliches Gespür Künstler zu engagieren, die etwas zu sagen haben. Der Hannoveraner Schauspieler interpretiert drei ausgewählte Bilderge-
schichten, um einen anderen Wilhelm Busch zu zeigen… Wie eine personifizierte Busch-Figur stolziert Bernd Surholt, nur mit vielen Blicken spielend über die Bühne, und man glaubt die eine oder andere Busch-Figur leibhaft vor sich zu sehen. Hier wird der Normalbürger, damals auch Spießbürger oder freundlicher Biedermann genannt, erbarmungslos entlarvt. Ein rundum vergnüglicher Abend, ein Schelm aber, wem bei der Darbietung der Gedanke kam, dass sich seit damals so vieles nicht geändert habe in der Selbstdarstellung der Menschen.

 

Cellesche Zeitung

Wilhelm Busch hätte applaudiert

Mehr als nur „Max und Moritz“: Bernd Surholt in Celler Kunst&Bühne

 Bernd Surholt bewegt sich irgendwo zwischen Schauspiel und Pantomime. Wie er sich bewegen kann und wie bewegend das ist, bewies das Dauerschmunzeln der Zuschauer, er verkörpert Text und Bildergeschichte, wird zum lebendigen Comic. Temporeich meistert Surholt die geschüttelten und mit politischen und gesellschaftskritischen Spitzen gespickten Reime. Er versteht sein Programm als Hom-
mage an einen Philosophen mit pessimistischen Menschen- und Weltbild. Und das Publikum dankt es Surholt, lächelnd mit Tränen in den Augen. Und Busch? Busch hätte applaudiert!

 

Pirmasener Zeitung

Wilhelm Busch mit vollem Einsatz

Bernd Surholt macht Literatur lebendig

 Um es vorwegzunehmen: Bernd Surholt bescherte seinen Gästen einen äußerst vergnüglichen Abend. Die Geschöpfe aus Buschs Feder ließ er mittels fein ausgearbeiteter Mimik und Gestik leibhaftig im Carolinensaal erscheinen. Mit vollem Körpereinsatz stolzierte und sinnierte, betete und balzte der Mime, dass es eine Freude war. Surholts lebensvolle, pralle Darstellung der Charaktere ließ in Ver-
bindung mit seiner ausgefeilten Sprechtechnik diese zauberhafte literarische Veranstaltung zu
einem Genuss werden.

 

Mainpost Schweinfurt

10 000 Küsse von Helene

Zur „Wilhelm-Busch-Theaterreise“ lockten die Kulturtage

 Ein Stuhl vor dem schwarzen Vorhang war das einzige Requisit des brillantine-geschniegelten Mannes, dessen Bewegungen –sehr treffend und passend- die ebenfalls wunderbar geschniegelten Geschichten Buschs lebendig werden ließen. Vieles in der umfangreichen Erzählung fiel erst durch Surholts pointierte Erzähl-und Darstellungsweise auf. Wunderbar zurückhaltend und schelmisch untertrieben sauste er über die Bühne und stellte mit seinem Minimalismus sehr treffend den hintergründigen Witz Wilhelm Buschs dar.

 

Münstersche Zeitung

Wie Bernd Surholt Wilhelm Busch sieht

Gelungene Interpretation bekannter Stücke

 Es ist still im Konzertsaal der Waldorfschule, still zumindest in den Reihen des Publikums, sofern
die zahlreich erschienenen Besucher nicht gerade Schmunzeln, Lachen oder Klatschen über das, was ihnen vorn auf der ebenerdigen Bühne geboten wird. Denn still ist es dort ganz und gar nicht. Schau-
spieler Bernd Surholt präsentiert hier (s)eine ganz eigene Interpretation bekannter Stücke aus der Feder des bekannten Autors. Mit großer Textsicherheit, viel schauspielerischem Geschick und
kräftiger Stimme wechselt er die Rollen, benötigt nichts weiter als ein Taschentuch und einen Stuhl
als Requisite… und nicht nur Wilhelm Busch gebührt an diesem Abend ein Dreifach-Tusch, sondern auch seinem Interpreten Surholt.

 

Heilbronner Stimme

Unergründliche Boshaftigkeit

 Eins, zwei, drei im Sausschritt: Dann ist er da, ein schlaksiger Mann in Weste und Pomade im Haar. Das Profil verblüfft. Der ist doch einer Bildergeschichte Wilhelm Buschs entsprungen? Großzügigen Schrittes erkundet Bernd Surholt die Bühne im Foyer der Volkshochschule, rüstet sich zu einem Parforceritt durch die ironisch-kapriziösen Geschichten, gibt liebevoll dem „Heiligen Antonius von Padua“ ein Gesicht, setzt der „Frommen Helene“ ein Denkmal und gräbt die Geschichte von „Balduin Bählamm“ aus, dem ewig verhinderten Dichter. Ratsch, zieht Surholt den virtuellen Vorhang zu und schickt ein witziges Apropos des Meisters der satirischen Bildergeschichten hinterher...

 

Allgemeine Zeitung Uelzen

Busch-Genuss im Sauseschritt

Bernd Surholt ließ Wilhelm Busch in der Kulturhalle lebendig werden

 Das Publikum amüsierte sich prächtig über die noch immer aktuellen Charakteristika des Mensch-
seins, die Busch treffend schilderte... und das lag zu einem guten Stück an Bernd Surholt. Als Allein-
unterhalter und Buschkenner schlüpfte er in die verschiedenen Rollen des alten Meisters und stellte diese so eigentümlich und glaubhaft dar. Er wurde selbst zu einer der dargestellten Figuren und das obwohl er keinerlei Requisiten außer einem schlichten Holzstuhl benötigte.

 

Harzer Kurier

Wilhelm Busch für Kind gebliebene Erwachsene

„Helene in Szene“ – ein satirischer Theaterabend der außergewöhnlichen Art

 Der Kulturkreis Bad Lauterberg hat wieder ein feines Händchen für Programm und Künstler gehabt. Der Schauspieler und Theatermacher Bernd Surholt setzte drei Bildergeschichten von Wilhelm Busch in Szene. Wie Surholt sein immenses text- und situationsgestalterisches Talent entfaltete war ein Augenschmaus und intellektuelles Vergnügen zugleich. Die jede Episode abschließende Litanei mit einem Endseufzer, wurde vom Publikum mit wachsenden Entzücken erwartet und dankbar beklatscht. Es ist Bernd Surholt zu verdanken, dass er in einer Zeit der Vorliebe für die bewegten Bilder des Fern-
sehens die gezeichneten Geschichten Wilhelm Buschs fürs zeitgenössische Publikum aufbereitet hat, und es ist ihm gelungen einen Dichter lebendig zu machen, den neu und mit Erwachsenenaugen zu lesen sich lohnt.

 

Volksstimme Oschersleben/Halberstadt

Ein-Mann-Show mit Stuhl und 100 Gramm Pomade im Haar

Ein Mann, viele Rollen: Bernd Surholt belebte zahlreiche Busch-Charktere wieder

 Wer ihn vor der Veranstaltung gesehen hatte, der vermochte ihn beim ersten Betreten der Bühne kaum wieder erkennen. Mit der Bekleidung, gefettetem Haar und dem schlaksigem Gang hätte die Person auf der Bühne glatt aus der Feder Wilhelm Buschs stammen können. Viel Schnickschnack
gibt es nicht, wenn Surholt die Bühne für sich beansprucht. Neben einem Holzstuhl, auf dem der Künstler kaum einmal zu sitzen kam, waren allein Mimik und Gestik die Hilfsmittel, um all die Figuren zum Leben zu erwecken, die Busch vor mehr als 100 Jahren in der Kombination aus Text und Bild erschaffen hat. Dass Surholt dies mit seiner ausdrucksstarken Darbietung vollends gelang, konnte man am Applaus des Publikums festmachen. Doch, wie es der Altmeister höchst persönlich formuliert: „Einszweidrei – im Sauseschritt läuft die Zeit, wir laufen mit“. Und so ging dann auch der Buschabend irgendwann zu Ende, auch wenn manch einer gern noch eine Zugabe gesehen hätte.

 

Oldenburgische Volkszeitung

Kompliment an einen galanten Solounterhalter

 Pomade für die Haare, ein Anstecktuch und etwas Schminke –schon ist Bernd Surholt reisefertig. Theaterreisefertig natürlich, denn eine aufwendige Bühnendekoration braucht der Schauspieler nicht. Wer wie Surholt über ein Gefühl für den perfekten Blick zum richtigen Zeitpunkt verfügt, große und
kleine Gesten bestens einzusetzen weiß, der kann sogar den Theatervorhang ersetzen... ein Tusch für Wilhelm Busch und für die Präsentation von Bernd Surholt.

 

Nordsee-Zeitung Bremerhaven

„Eins, zwei, drei im Sauseschritt“

Vergnügliche Busch-Theaterreise mit Surholt

 Eingeladen hatte der Burgkreis und die Bildungsgesellschaft Bad Bederkesa nur Bernd Surholt. Doch der Schauspieler ließ ganz viele Personen im gut besuchten Saal der ehrwürdigen Burg lebendig werden. Surholt braucht weder Kostüm noch Bühnenbild. Ein schlichter Stuhl genügt ihm für eine vergnügliche Wilhelm-Busch-Theaterreise... kommt sofort zur Sache, lässt Antonio in seine Jugend-
süden stolpern und ihn dann ins Kloster gehen. Ohne Übergang wird dann aus Antonius die fromme
Helene... Surholt ist die samtweiche Helene... der Vetter Franz... wälzt sich als sterbender Herr Schmöck auf dem Boden... gerät schließlich an den Suff, denn.“ Es ist ein Brauch von Alters her,
wer Sorgen hat, hat auch Likör“ Das beifallfreudige Publikum schien mehr als befriedigt von den 90 Minuten mit einem großartigen Schauspieler.

 

Emsland Kurier

Ein Mann, eine Bühne, ein Stuhl – sonst nichts

 So puristisch kann Theater sein. Vorn ein Stuhl, sonst nichts. Durch den Mittelgang schreitet Schau-
spieler Bernd Surholt zur Bühne. Es ist still, Surholt aus Hannover rezitiert Wilhelm Busch. Nein, re-
zitieren ist der falsche Ausdruck für das was Surholt auf der Bühne macht. Er spielt Wilhelm Busch, er lebt Wilhelm Busch. So puristisch das Ambiente ist, so facettenreicher arbeitet Surholt in feiner Ironie die jeweiligen Figuren aus. Surholt sucht nicht den vordergründigen Witz, sondern bringt den pessi-
mistischen Humor eines Wilhelm Busch ungewöhnlich leichtfüßig und fein auf die Bühne. Er haucht den genialen Zeichnungen des Karikaturisten Leben ein. Ein großes Lob!

 

Die Rheinpfalz

Die Kunst der Mimik beherrscht

 Mimik, Gestik und Stimme sind die einzigen Ausdruckmittel des Schauspielers aus Hannover... er rollt mit den Augen, schürzt die Lippen und lässt die buschigen Augenbrauen -mal im Zorn und mal kokett- auf und nieder schnellen. Es sind die kleinen und großen Schwächen der Menschen, die Busch mit immer noch gültiger Schadenfreude, bissigem Spott und Scharfsinn beschreibt. Surholt gelang es im vollbesetzten Carolinensaal die Bildergeschichten Buschs in glaubwürdige Szenen zu verwandeln. Die Zuschauer erlebten einen heiteren Abend, bei dem der eine oder andere Vergleiche zu Mit-
menschen ziehen konnte.

 

Lingener Tagespost

Spiegel menschlicher Eitelkeiten

 Bernd Surholt sorgte auf für ein Erlebnis eigener Art. Er beherrschte die Bühne und fesselte die Zuschauer bis zuletzt mit facettenreichem Ausdruck, vom feinsten Minenspiel bis zur explosivsten Gestik, und einer stets stimmig modulierten Sprache. Faszinierend brachte er die vielen wider-
sprüchlichen gezeichneten Gestalten mit ihren menschlichen Tugenden und Schwächen auf die Bühne. Surholt machte Wilhelm Busch in jeder Figur deutlich und zeigte den gebannten Zuhörern ganz in dessen Sinne das Tragische der Welt im Konflikt und gleichzeitig den Humor als dessen Auflösung.

 

Aller Zeitung/Gifhorner Rundschau

Wilhelm Busch brillant und ohne Requisiten inszeniert

Bernd Surholt lieferte ein Glanzstück der ironisch kapriziösen Erzählungen ab

 Die jahreszeitlich unabhängigen Freunde gehobener Kultur genossen mit dem Hannoveraner Schauspieler ein wirklich bemerkenswertes Theatererlebnis. Es war ein kulturelles Glanzlicht was der Kulturring Leiferde am Samstagabend anbot. „Eins, zwei, drei im Sauseschritt läuft die Zeit, wir laufen mit“, rezitierte Surholt in Buschs Manier und stak mit großen Schritten über die Bühne... Der Versform und dem Originaltext streng verbunden, inszenierte Surholt brillant und gänzlich ohne ein Stück Requisit die Erzählungen...er verstand es mit unglaublicher Gestik und Mimik die Figuren dar-
zustellen... und dabei im Sinne Buschs einige Lebensweisheiten weiterzugeben: „Das Gute, dieser Satz steht fest, ist stets das Böse, das man lässt“.

 

Westfalenblatt Gütersloh

>Busch ist ein Weiser<

Schauspieler Bernd Surholt begeisterte das Publikum

 Gerhard Hauptmann kam zu dem Schluss: „Er ist ein Weiser“. Die Rede ist von Wilhelm Busch. Drei von dessen ursprünglich in Zusammenhang mit zahlreichen Zeichnungen stehenden Geschichtenzyklen hat der Schauspieler Bernd Surholt szenisch vorgestellt. Obwohl Busch mittlerweile bald 100 Jahre tot ist, wirken seine höchst geistreichen gesellschaftskritsch-satirisch inszenierten Streiche, Schwänke und
Scharaden, als auch seine unverkennbare, zumeist jedoch zwischen den Zeilen zu vernehmende Stringenz bezüglich unvergleichbarer moralischer Ziele zeitlos. Buschkenner Surholt, als gestisch sowie in der Gesichtsmimik außerordentlich vielseitig beweglicher Kommödiant, wechselt ständig die verschiedenen Rollen. Es sind die tiefgründigen, den ganzen Menschen inklusive seiner vielschichtigen Abartigkeiten betreffenden geistreichen Inhalte, die zwischen, hinter und durch die Zeilen hindurch-
blitzen. Ihnen wurde Surholt, der dem Dichter und Zeichner Wilhelm Busch ein Theatergesicht verlieh, feinsinnig gerecht.

 

Peiner Allgemeine Zeitung

„Helene in Szene“ und die zurechtgebogene Moral

Wilhelm Busch und die tausend Gesichter des Bernd Surholt

 Surholt zelebriert Buschs Meisterleistungen sprachlich, seziert die Reime, zischt, brummt, de-
klamiert, spricht und bringt sie mit der Leichtigkeit einer Schäfchenwolkenherde szenisch und satirisch
auf die Bühne. Wie lebendig gewordene Busch-Skizzen präsentiert er sich pausenlos neu. Hat, so
scheint es, mindestens tausend Gesichter, verfällt allmählich in ein veritables Vortragsballett, mit dem
er dem Publikum ein Dauerlächeln ins Gesicht zaubert.